Weshalb müssen wir uns jetzt wehren?
Die Probleme mit verschmutzten Wasserressourcen sind seit Jahren bekannt. Statt den Schutz zu stärken, schwächt die Politik jedoch zentrale Schutzbestimmungen. Gesetzesänderungen stellen das Vorsorgeprinzip und den Trinkwasserschutz infrage, während die beschlossene Reduktion von Pestiziden nur unzureichend umgesetzt wird. Diese Entwicklungen gefährden unsere Gesundheit. Damit dürfen wir uns nicht abfinden, sondern müssen jetzt handeln!
Schadstoffe verunreinigen unser sauberes Wasser
Schadstoffe wie Pestizide, Nitrat und PFAS gelangen über viele verschiedene Wege in unser Wasser. Diese Stoffe bauen sich nur langsam ab und können sich über Jahre hinweg in den Gewässern und unseren Körpern anreichern. Ohne konsequenten Schutz verschlechtert sich die Wasserqualität schleichend und unbemerkt. Wir müssen heute handeln, damit auch zukünftige Generationen unbeschwert Wasser aus dem Wasserhahn trinken können.
Unsere Gesundheit hängt direkt von sauberem Wasser ab
Täglich trinken wir unser Wasser direkt aus dem Wasserhahn. Die Schadstoffe im Wasser gelangen so unmittelbar in unseren Körper. Studien zeigen auf, dass Pestizide hormonelle Prozesse stören können. Mögliche schwerwiegende Folgen können Fortpflanzungsstörungen sein oder ein erhöhtes Risiko für hormonabhängige Tumore, wie etwa einige Formen von Brust-, Eierstock-, Prostata- oder Hodenkrebs.
Politische Entscheidungen gefährden den Schutz unseres sauberen Wassers
Gesetze und Grenzwerte bestimmen, wie gut Gewässer vor Verschmutzung geschützt sind. Wenn Umweltauflagen gelockert oder Grenzwerte abgeschwächt werden, steigt das Risiko für belastetes Trinkwasser. Die Politik muss ihre Verantwortung für unsere Gesundheit und die Natur wahrnehmen.
Schadstoffe richten grossen Schaden in der Natur an
Schadstoffe wie Pestizide, langlebige PFAS und übermässige Nährstoffeinträge schädigen Lebewesen wie Würmer, Pilze, Fische, oder Insekten und ihre Larven und stören wichtige ökologische Prozesse wie Nährstoffkreisläufe oder Selbstreinigung. Empfindliche Arten und mit ihnen wichtige Ökosystemfunktionen gehen verloren. Weil Wasserhaushalt und Nährstoffkreisläufe unterschiedlichste Lebensräume eng vernetzen, entstehen Kettenreaktionen, die auch noch sehr wertvolle (Schutz)gebiete wie Auen oder Flachmoore und ihre Tier- und Pflanzenwelt beeinträchtigen.